Digitalisierung an den Schulen: Auf das WIE kommt es an
An einem Übermaß an Digitalisierung an deutschen Schulen kann das schlechte PISA-Ergebnis nicht gelegen haben, denn nachweislich sind deutsche Schulen in diesem Punkt gegenüber anderen Ländern deutlich im Rückstand. Und Schweden erweist sich bei genauerem Hinsehen als wenig stichhaltiges Beispiel, da dort offenbar versäumt wurde, neben der hardwareorientierten Ausstattung der Schulen auch für hochwertige Lernmedien zu sorgen. (Siehe dazu auch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 23.12.2023).
"Fast überall basierte die Digitalisierungsstrategie nahezu ausschließlich darauf, eine möglichst gute digitale Infrastruktur zu schaffen und die Kinder mit geeigneten Endgeräten auszustatten", so Biffar. Die Schulen seien mit der Auswahl geeigneter Lernmedien alleingelassen worden und griffen häufig auf PDF-Dokumente zurück, die keinen didaktischen Mehrwert bieten und gegenüber klassischen Lehrbüchern eher einen Rückschritt darstellen. Für hochwertige Lernsoftware stehe außerdem kein Geld zur Verfügung.
Um die Entwicklung von hochwertiger Lernsoftware zu fördern, hat die Stiftung Digitale Bildung kürzlich einen Vorschlag für Förderrichtlinien eines Programmes zur schnellen Entwicklung des
Marktes für hochwertige Lernsoftware erarbeitet. Mit einem auf mehrere Jahre angelegten, erfolgsorientierten Förderprogramm sollen vielversprechende Unternehmen dabei unterstützt werden, ihre Produkte bis zur Marktreife zu führen.