Fremdsprachen lernen – eine Frage der Methode
Folgerichtig haben entwicklungspsychologische und neurowissenschaftliche Ansätze längst Eingang gefunden in die Didaktik von Fremdsprachen. Hinzu kommen etliche Methoden und Hilfsmittel, um den Sprachunterricht für alle Teilnehmer gewinnbringend zu gestalten. Viele Sprachlehrer gehen in ihren Kursen handlungsorientiert vor; sie nehmen die Stimmungen in der Lerngruppe auf und nutzen sie für die thematische Ausgestaltung des Unterrichts, anstatt einem starren Plan zu folgen.
Einen originellen Ansatz hat Prof. Dr. Jürgen Nowak von der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin vorgestellt: Sprachen lernen durch Etymologien. Die Etymologie befasst sich mit der Herkunft der Wörter. Diese ist nicht nur für sich spannend, sie verdeutlicht die Sprach- und Kulturgeschichte und erleichtert darüber hinaus das Erlernen von Vokabeln. Eines seiner Beispiele: in den slawischen Sprachen stand Karl der Große offenkundig Pate, als es um die Bezeichnung für einen "König" ging. Damit wird der einstige Kaiser heute zur Eselsbrücke für Sprachlerner – aus "Karl" wurde beispielsweise "korol" im Russischen und "král" im Tschechischen, erläuterte Prof. Nowak bei der vergangenen Expolingua.
Als Deutschlands führende Messe für Sprachen und Kulturen ist die Expolingua nicht zuletzt auch eine Plattform für die vielen Methoden zum Lehren und Erlernen einer Fremdsprache. In diesem Jahr findet die Messe am 18. und 19. November in Berlin statt. Die Expolingua bietet ein ideales Forum, um neue Methode zu diskutieren, auszuprobieren und in fremde Sprachen einzutauchen. Die Besucher treten in persönlichen Kontakt mit Anbietern. Fachbesucher können zudem ihr internationales Netzwerk ausbauen und Kontakte pflegen. Zahlreiche Vorträge, kulturelle Darbietungen und kulinarische Spezialitäten aus aller Welt runden das Messeprogramm ab.